> Pressespiegel > Bericht: Südkurier 18. Juni 2008
 

Immer wieder klingelt das Telefon

SÜDKURIER-Serie über Ortsvorsteher

Wald-Walbertsweiler - Der Besuch beim Walbertsweiler Ortsvorsteher Franz Bosch beginnt mit einem Rundgang durch den idyllischen Garten. Vier Sitzgelegenheiten bieten jeweils andere Blickwinkel auf den Teich, in dem Frösche ein Abendkonzert geben. Franz Boschs Frau Sieglinde unterstützt ihn auch in schwierigen Situationen bestens, erklärt er. Die beiden haben zwei Söhne und eine Tochter. Mittlerweile freut sich die Familie über das erste Enkelkind.

Der 57-jährige Bosch arbeitet als Werksleiter im Rengetsweiler Quarzsandwerk. Im nächsten Jahr ist er 20 Jahre lang im Walder Gemeinderat tätig und ist Ausschussmitglied im Bauausschuss und dem Zweckverband Wasserversorgungsgruppe Wald. Seit 1999 setzt er sich als Ortsvorsteher für den Walder Ortsteil ein, der 2005 das 1150-jährige Bestehen feierte. Nach der Tätigkeit im Ortschaftsrat wurde er bei den nächsten Wahlen zum Ortsvorsteher vorgeschlagen. Bevor Bosch für die Mitarbeit im Gemeinderat angesprochen wurde, hatte er bis dahin nicht mit dem Gedanken daran gespielt. In Gesprächen kam Franz Bosch dann zu der Überzeugung, dass es eine ganz interessante Arbeit sein könnte. Zwischen fünf und sechs Stunden wöchentlich wendet der Walbertsweiler Ortsvorsteher für sein Amt auf. Neben den festen Sprechzeiten mittwochs von 18 bis 20 Uhr im Ortsvorsteherzimmer des Dorfgemeinschaftshauses ist er auch abends für die Bürger da, die tatsächlich auch häufig anrufen, wie sich während des Termins mit dem SÜDKURIER zeigt.

Entspannung findet der Ortsvorsteher bei seinen Hobbies. Franz Bosch fotografiert leidenschaftlich gerne und hält auch das Ortsgeschehen bildlich fest. Nach dem Erlernen eines Metallberufes findet er beim Bauen von Möbeln aus Holz einen guten Gegenpol. Zahlreiche ausgetüftelte Ideen wurden im und am Haus von ihm umgesetzt und bringen Besucher zum Staunen. "Ich fahre leidenschaftlich gerne mit dem 

Wohnwagen in den Urlaub. Vorwiegend bin ich mit meiner Frau in Deutschland unterwegs, aber wir waren noch nie zweimal auf dem gleichen Campingplatz", erzählt er. Seit einem Tanzkurs geht er mit seiner Frau regelmäßig tanzen.

Walbertsweiler hat 643 Einwohner. Die Bevölkerungszahl wird vermutlich ansteigen, denn der letzte Teil des Neubaugebietes "Hartgass 5" wurde im vergangenen Jahr erschlossen und bietet ausreichend Bauplätze für Interessierte. Für den Ortskern wünscht sich Franz Bosch einen Bolzplatz für die kleineren Kinder und einen Raum, in dem sich Jugendliche treffen können. Seine größte Sorge gilt dem Anschluss von

Franz Bosch ist auch außerhalb der wöchentlichen Sprechzeiten für die Walbertsweiler Bürger da.
Bild: Häusler

Allmannshofen ans Abwasser, da allmählich die Zuschüsse ausgehen. Stolz ist er auf die Erweiterung des Neubaugebietes, das Dorfgemeinschaftshaus und auf die Gebäude, die zusätzlich ans Abwasser angeschlossen wurden. Als Dorfmittelpunkt fungiert das Dorfgemeinschaftshaus, welches durch einen Förderverein unter der Federführung von Franz Bosch auf den Weg gebracht und im Januar 2004 feierlich eingeweiht wurde.

Kontinuierlich hält sich die Zahl der Privatfeste im Dorfgemeinschaftshaus, dessen helles und lichtes Erscheinungsbild auch Auswärtige anzieht. Für die Belegungen im Dorfgemeinschaftshaus ist der Ortsvorsteher Ansprechpartner und Betreuer. Von den ortsansässigen Vereinen wird es rege genutzt, denn in Walbertsweiler findet ein munteres Vereinsleben statt. Der Verein zur Brauchtumspflege (VzB) ist mit seinem Fanfarenzug über die Ortsgrenzen hinaus bekannt. Die DRK-Bereitschaft Walbertsweiler engagiert sich seit über 40 Jahren mit Blutspendeaktionen, Sanitätsdiensten und dem Jugendrotkreuz. Auf dem großen Sportgelände in Richtung Rast bietet der FV Walbertsweiler/Rengetsweiler die Möglichkeit Fußball zu spielen und daneben ist der Tennisplatz des Tennisclubs Wald, der in diesem Jahr das 25-jährige Bestehen feiert. Der Narrenverein im Ort sind die Brückeler. Zur Feuerwehrabteilung Walbertsweiler gehören auch die Wehrmänner aus Glashütte und Kappel. Es ist erstaunlich, wie viele Geschäftszweige und Firmen in Walbertsweiler zu finden sind. Auf eine lange Tradition blickt das Walbertsweiler Backhaus zurück, dessen Düfte zweimal wöchentlich durch die Gassen strömen.


  Sandra Häusler, Südkurier Pfullendorf, 18.06.2008 nach oben